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Theorie der Online-Bewertungen

Das Forschungsprojekt von Dr. Nils S. Borchers setzt sich aus verschiedenen Teilprojekten mit unterschiedlichen methodischen Herangehensweisen zusammen.

Online-Bewertungen durch Peers haben sich zu einem wahren Massenphänomen entwickelt. Egal ob Speiseöle, Ärzte oder Dating-Partner – bewertet wird alles und jeder. Als Bestandteil von Fan-Communities (MetalStorm) und SNS (Facebook), auf spezialisierten Bewertungsplattformen (Jameda) oder integriert in die Web-Angebote von Online-Händlern (Amazon) sind Online-Bewertungen zu einer von vielen EntscheiderInnen genutzten Informationsquelle geworden. Große Bewertungsportale wie TripAdvisor oder Amazon halten allein mehrere Hundert Millionen Bewertungen vor.

Die Forschung zu Online-Bewertungen hat sich in einem ersten Zugriff vor allem mit den Auswirkungen spezifischer Bewertungen auf bestimmte Entscheidungen beschäftigt. So wichtig diese Mikroperspektive auf das Phänomen ist – sie führt dazu, dass nahezu ausschließlich isolierte Entscheidungsprozesse in den Blick geraten. Aus Makroperspektive zeigt sich, dass Online-Bewertungen das Potenzial besitzen, bestehende Machtstrukturen herauszufordern. Konkret besitzen sie das Potenzial, Akteure besser dazu zu befähigen, die ihnen gesellschaftlich zugestandenen Freiheiten im eigenen Interesse zu nutzen, weil die Einschätzung von Handlungsoptionen durch Peers das Risiko verringert, Entscheidungen mit unerwünschten Konsequenzen zu treffen. Revolutionär ist, dass durch Online-Bewertungen erstmals das Erfahrungswissen von Peers umfassend, dauerhaft und gesellschaftsweit als leicht recherchierbare Wissensressource erschlossen wird. Dadurch werden direkt gesellschaftliche Machtverhältnisse berührt – denn in der Wissensgesellschaft sind Fragen der Produktion und Rezeption von Wissen zwangsläufig Machtfragen. Auf diesem Wege besitzen Online-Bewertungen das Potenzial, zur Ermächtigung ihrer Nutzer beizutragen.

Ziel des Projekts die Erarbeitung einer Makro-Theorie der Online-Bewertungen. Ausgehend von dieser Theorie werden dann Produktion und Rezeption der Bewertungen untersucht, um mögliche Treiber und Hindernisse der Umsetzung des Ermächtigungspotenzials zu identifizieren. 

PROJEKTZIEL

Die Forschung zu Online-Bewertungen hat sich in einem ersten Zugriff vor allem mit den Auswirkungen spezifischer Bewertungen auf bestimmte Entscheidungen beschäftigt. So wichtig diese Mikroperspektive auf das Phänomen ist – sie führt dazu, dass nahezu ausschließlich isolierte Entscheidungsprozesse in den Blick geraten. Aus Makroperspektive zeigt sich, dass Online-Bewertungen das Potenzial besitzen, bestehende Machtstrukturen herauszufordern. Konkret besitzen sie das Potenzial, Akteure besser dazu zu befähigen, die ihnen gesellschaftlich zugestandenen Freiheiten im eigenen Interesse zu nutzen, weil die Einschätzung von Handlungsoptionen durch Peers das Risiko verringert, Entscheidungen mit unerwünschten Konsequenzen zu treffen. Revolutionär ist, dass durch Online-Bewertungen erstmals das Erfahrungswissen von Peers umfassend, dauerhaft und gesellschaftsweit als leicht recherchierbare Wissensressource erschlossen wird. Dadurch werden direkt gesellschaftliche Machtverhältnisse berührt – denn in der Wissensgesellschaft sind Fragen der Produktion und Rezeption von Wissen zwangsläufig Machtfragen. Auf diesem Wege besitzen Online-Bewertungen das Potenzial, zur Ermächtigung ihrer Nutzer beizutragen.

Ziel des Projekts die Erarbeitung einer Makro-Theorie der Online-Bewertungen. Ausgehend von dieser Theorie werden dann Produktion und Rezeption der Bewertungen untersucht, um mögliche Treiber und Hindernisse der Umsetzung des Ermächtigungspotenzials zu identifizieren. 

Vorgehen