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Sharing Economy zwischen Plattformkapitalismus und Weltrevolution

In den letzten Jahren hat sich eine kontroverse Debatte um die sozialen Auswirkungen der Sharing Economy entzündet. BefürworterInnen begreifen die Sharing Economy als gerechtere und humanere Alternative zur kapitalistischen Wirtschaftsordnung. KritikerInnen halten sie hingegen für eine neoliberale Fortentwicklung des Kapitalismus, die gesellschaftliche Ungleichheit verstärkt. Aber welche der beiden Positionen liefert eine zutreffendere Einschätzung der Sharing Economy jenseits der alles überstrahlenden „Branchenprimi“ Uber und Airbnb? Diesen Fragen geht Dr. Nils S. Borchers in diesem Forschungsprojekt nach.

Die Gründer und Betreiber von Sharing-Plattformen gehören zu den zentralen Akteuren der Sharing Economy. Die Ausgestaltung der jeweiligen Plattform gibt vor, unter welchen Bedingungen Transaktionen stattfinden. Mit ihren Entscheidungen gestalten die Betreiber gegenwärtige Sharing-Prozesse und schaffen die Grundlage, auf der sich die künftige Entwicklung der Sharing Economy vollziehen wird. Möchte man mehr über die künftige Entwicklung der Sharing Economy erfahren, ist es deswegen aufschlussreich zu untersuchen, wie die BetreiberInnen mit ihrer Macht umgehen – und zu welchem Zweck sie die Plattformen wie einsetzen. 

Dazu werden in qualitativen Leitfadeninterviews Gründer und Betreiber deutscher Sharing-Plattformen zu ihren Motive und Ziele, Erfahrungen und Zukunftspläne befragt. So soll geklärt werden, welche der Hoffnungen, welche der Befürchtungen berechtigt sind – und in welche Richtung sich die Sharing Economy womöglich entwickeln wird.

Laufzeit: seit 2016.