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Digitale Mündigkeit

In Kooperation mit der Universität Frankfurt sowie der TU München wurde 2016 ein Forschungsprojekt des ISPRAT e.V. durchgeführt, das eine Analyse der digitalen Mündigkeit der deutschen Bevölkerung zum Ziel hat.

Mit digitaler Mündigkeit wird die Fähigkeit zur Mitnutzung und -gestaltung digitaler Räume bezeichnet, die eine Vielfalt differenzierter Teilfähigkeiten umfasst, welche technische, soziale und politische Komponenten einschließt („Literacies“). So sind digital mündige Bürger in der Lage, selbstbestimmt digitale Plattformen zu nutzen, unerwünschte Risiken zu vermeiden, einen angemessenen Umgang zu pflegen und ihre Interessen auf konstruktive Weise zu verfolgen.

DasForschungsteam von Prof. Dr. Christian P. Hoffmann führte eine umfassende Literaturanalyse durch und entwickelte auf dieser Basis eine Definition des Konzepts. Anschließend wurde eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage durchgeführt, um die Ausprägung der digitalen Mündigkeit in der deutschen Bevölkerung zu erheben und differenziert zu analysieren. Die empirische Studie findet Anwendung auf diverse Felder, etwa die politische Beteiligung, die Nutzung elektronischer Angebote der öffentlichen Hand oder die Ableitung von Empfehlungen für die Gestaltung digitaler Plattformen. Auch für die digitale Unternehmenskommunikation ist das Konzept der digitalen Mündigkeit von Interesse, da sich auf dieser Basis interne Kapazitäten aufbauen und Zielgruppen differenzieren lassen.